Tschechische Lehrlinge besuchen Wien
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Am 2. 5. 2011 haben Lehrlinge aus Brno die Berufsschule für Elektromechatronik in der Wiener Mollardgasse besucht, um die Unterschiede zwischen dem tschechischen und österreichischen Berufsausbildungssystem kennen zu lernen und den Unterricht zu vergleichen. Fachlehrer Hubert Imsel von der Berufsschule für Elektromechatronik führte durch Wiens das ältestes Schulgebäude und stellte auch die weiteren Berufszweige der Mollardgasse vor.
Die Erläuterung des österreichischen dualen Ausbildungssystems stieß bei den tschechischen Lehrlingen auf großes Interesse. Für besondere Aufmerksamkeit unter den tschechischen Lehrlinge sorgte, dass die praktische Ausbildung der Betrieb bietet, der auch ab dem 1. Lehrjahr eine Lehrlingsentschädigung bezahlt. Großes Interesse bestand selbsverständlich auch an Imsels Einschätzung der Fachkräfte aus den östlichen EU-Ländern. Nach dem Informativen Teil hatten die Lehrlinge die Möglichkeit, die Labors zu besichtigen, ihren österreichischen KollegInnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und die technische Ausstattung zu vergleichen.
Am Nachmittag stand dann ein Besuch im ÖGB Haus am Programm, wo PRO-GE Jugendsekretär Christian Illitz den ÖGB und seine Gewerkschaften vorstellte. Illitz erläuterte, wie wichtig Gewerkschaftsorganisation ist und dass nur durch gemeinsame Stärke die Anliegen und Rechte der ArbeitnehmerInnen durchsetzbar sind. Ein Thema, dass die tschechischen Gäste mit großem Interesse verfolgten, denn in Tschechien tritt die Gewerkschaftsbewegung weniger geeint auf und Kollektivverträge sind keine Selbstverständlichkeit. Weiters stellte Illitz die Aktivitäten und Kampagnen der PRO-GE Jugend vor. Er betonte auch wie wichtig es ist gegen Rassismus und Faschismus zu kämpfen. Die nachfolgende Diskussion wurde vor allem vom Thema Arbeitsmarktöffnung bestimmt.